c/o Rudolf G. A. Fricke (Dez. 2019)

1919

13.12.:

Der Vorstand der (M)SPD in Berlin beschließt die Gründung eines Ausschusses zur Pflege der Arbeiterwohlfahrt. Mit der Organisation wird die (M)SPD-Frauensekretärin und Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz (1879-1956) beauftragt.

  Noch im Dezember d.J. verschickt Marie Juchacz an alle Parteigliederungen einen Aufruf zur Gründung von Wohlfahrtsausschüssen.

 

1920

März.:

Der Berliner AW-Hauptausschuss veröffentlicht vorläufige Richtlinien zur Arbeit der Untergliederungen.

 

  Ziemlich bald nach dem Aufruf Juchacz' gründet die Braunschweiger (M)SPD (vor dem 1.7. d.J.) einen Ausschuss für Arbeiterwohlfahrt.
     

1921

15./16.09.:

In Görlitz findet die erste Reichskonferenz der Arbeiterwohlfahrt statt.

 

 

 

1922

September:

Nach der Vereinigung der beiden konkurrierenden sozialdemokratischen Parteien (M)SPD und USPD auf einem Parteitag in Nürnberg, erfährt die Gründung von Ortsgruppen der Arbeiterwohlfahrt eine weitere Belebung.

 

 

 

1923

 

Höhepunkt der Inflation; 1½ Mio. Arbeitslose.

   

16.11.:

Einführung der Rentenmark.
   
  Arbeiterwohlfahrt, Caritas, DRK, Innere Mission und Zentralwohlfahrt d. dt. Juden schließen das Bündnis »Liga der freien Wohlfahrtspflege«.

 

1924

01.07.:

Auf einer Versammlung in der Wolfenbütteler Gaststätte »Blauer Engel« erfolgt die Gründung eines Ortsausschusses der Arbeiterwohlfahrt.

Gründungsmitglieder sind Paul Scheerle, Ewald Harms, August Kastellan, Otto Rüdiger, Dora Prüfer, Henriette Arzberger, Frau Hüther, Frau Wag(e)ner, Frau Saretzki, Gertrud Stöter, Frau Hannabach, Walter Heise.

   
Die Arbeiterwohlfahrt Wolfenbüttel übernimmt vom Gewerkschaftskartell die Betreuung der Ferienausflüge für die Schuljugend und wirbt Geld- und Sachspenden ein, um damit Hilfebedürftige zu unterstützen.

 

1925

06.02.:

Marie Juchacz spricht auf einer Veranstaltung in Braunschweig im „Konzerthaus“ an der Salzdahlumer Straße.

   

25.04.:

Der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt, mit Sitz in Berlin, erhält den Status eines eingetragenen Vereins.
   

Mai/Juni:

Der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt beschließt die alljährliche Durchführung einer Lotterie. Der Erlös fließt in einen Fond, der jungen Menschen die Ausbildung in einem Sozialberuf ermöglichen soll.

 

1926

 

Die Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt organisiert mehrere Hilfsmaßnahmen:

   Ferienausflug für 500 Kinder
   Einkleidung von 57 Kindern zur Schulentlassung
   Linderung der Not in 250 Fällen
   Weihnachtsfeier für 200 bedürftige Personen (z.T. Rentner).

Dora Prüfer richtet im Lokal Blauer Engel eine Nähstube (mit drei Maschinen ausgestattet) ein.

Die Arbeiterwohlfahrt e.V. umfasst reichsweit 34 Bezirke mit 1914 Ortsausschüssen.
   

ab 01.10.:

Der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt gibt die Zeitschrift »Arbeiterwohlfahrt« heraus (Auflage: 10.000; Ersch.: 2x monatl.).

 

1927

 

Unter der Leitung von Ewald Harms organisiert die Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt Ferien- und Wochenendausflüge für Kinder. Als weitere Betreuer fungieren u.a. Hugo Langenhan und Hermann Boog.

 

1929

Oktober:

Weltwirtschaftskrise.

 
     
  Im Braunschweiger sozialdemokratischen Mitteilungsblatt »Volksfreund« wird erstmals ein Ortsverein Börßum der Arbeiterwohlfahrt genannt.  

 

 

1930

 

Trotz schwieriger Wirtschaftslage kann die Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt weiterhin Ferienausflüge für Kinder anbieten

 
   

01.10.:

Die im Freistaat Braunschweig gebildete Regierungskoalition der bürgerlichen Einheitsliste und der NSDAP bringt eine rigorose Sparpolitik auf den Weg, die die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt empfindlich trifft.
   

November:

Der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt ruft zur ‘Winterhilfe‘ auf. Die Hilfsmaßnahmen (Speisungen, Ausbildungsmaßnahmen) sollen vordringlich Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

 

1931

 

Die Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt leistet Finanzierungshilfe für Kinder-Kuraufenthalte nach Ostlutter.

 

 

 

1932

 

Die Weltwirtschaftskrise verschärft sich; damit einhergehend auch die gesamtpolitische Lage (Erstarken der NSDAP).

 

 

 

1933

 

Der Verordnung des Reichspräsidenten (Hitler) „zum Schutz von Volk und Staat“ vom 28.2., folgt am 19.3. eine Verordnung der Braunschweigischen Landesregierung, in der „marxistische“ Organisationen verboten werden.

 
   

08.04.:

Der Leiter des Jugendamtes fragt beim Braunschweigischen Innenministerium an, ob die Arbeiterwohlfahrt zu den verbotenen marxistischen Organisationen gehört.
   

01.07.:

Der Leiter des Jugendamtes teilt dem Braunschweigischen Innenministerium mit, dass die Fürsorgeämter ihren Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt abgebrochen haben und Zöglinge aus deren Pflegestellen in die Zuständigkeit der NS-Frauenschaft überwiesen worden sind.
   

04.07.:

Mit einem Gesetz zur „Einziehung von volks- und staatsfeindlichem Vermögen“ legalisiert die Reichsregierung u.a. die schon vorher betriebene Beschlagnahme von Konten der Arbeiterwohlfahrt.
     

25.07.:

Es erfolgt eine reichsweite Aberkennung des Status der Arbeiterwohlfahrt als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege.  

 

 

1934 - 1944

 

 

 

 

 

1945

07.-09.05.:

Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.

     

September:

In Braunschweig keimen Bestrebungen zu einer Reorganisation der Arbeiterwohlfahrt auf.
Für Wolfenbüttel kommen entsprechende Anstöße 1946 aus den Reihen der SPD.
 

 

 

1946

03./04.01.:

In den Westzonen erfolgt die Reorganisation des Hauptausschusses der Arbeiterwohlfahrt und damit einhergehend die Bildung von Fachausschüssen (Schulung und Fortbildung, Anstaltswesen, Jugendwohlfahrt, ...).

   

01.06.:

Für den Bezirksausschuss Braunschweig der Arbeiterwohlfahrt übernimmt der Lehrer Otto Karguth (1901-1987) die Organisation des Ausbaues und die nachfolgende Leitung eines »Zentraljugendheimes« für Jungen im Wolfenbütteler Sternhaus (ehemals Ausflugslokal im Lechlumer Holz).

21.09.:

Eröffnung des »Zentraljugendheimes«.

 

1947

21.03.:

Auf einer Konferenz des Braunschweiger Bezirksausschuss der Arbeiterwohlfahrt wird der Beschluss zur Überführung in einen gemeinnützigen Verein beschlossen
(12.4. Verabschiedung einer Satzung und 13.8. Eintragung in das Vereinsregister).

 
     

Mai:

In Kassel findet eine erste „Reichskonferenz“ der Arbeiterwohlfahrt statt.  
     
  Die Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt eröffnet in Räumen der Kaserne an der Lindener Straße eine Nähstube. Für die Nutzung wird eine Gebühr von 20 Pfg erhoben.  

 

 

1948

 

Der Vorsitzende der Wolfenbütteler Arbeiterwohlfahrt, Erich Bengner, wird in den Vorstand des Bezirksausschusses gewählt.

   

11.03.:

Wahrscheinlich erfolgte zu diesem Termin die Reorganisation des AW Kreisverbandes Wolfenbüttel.
   

20.06.:

Währungsreform.
   

12.07.:

Eintragung des Hauptausschusses der Arbeiterwohlfahrt in das Vereinsregister.
   

01.10.:

Der examinierte 'Fürsorger' Karl Brosien übernimmt die Leitung des »Zentraljugendheimes Sternhaus«.

 

 

1949

23.05.:

Gründung der Bundesrepublik Deutschland (vorläufige Hauptstadt Bonn).

 

 

 

1950

 

Bis 1951 (Auflösung des Heimes) werden auch viele Kinder aus Wolfenbüttel zur Kur in das AW-Heim Hohegeiß verschickt.

 

 

 

1951

05.03.:

Der Bundesinnenminister erkennt den AW Hauptausschuss als Nachfolgeorganisation der 1933 'aufgelösten' Arbeiterwohlfahrt an.

 

 

 

1957

 

Werner Piske Leiter des »Zentraljugendheimes Sternhaus«.

 

 

 

1960

 

Anfang der 1960er Jahre erfolgt eine verstärkte öffentliche Positionierung der AW als politisch unabhängiger Wohlfahrtsverband, unter gleichzeitigem Bekenntnis zu den Wurzeln in der Arbeiterbewegung.

 

 

 

1962

30.09.:

Werner Piske gibt seine Anstellung als Leiter des »Zentraljugendheimes Sternhaus« auf.

 
     

31.12.:

Das »Zentraljugendheim Sternhaus« wird geschlossen.  

 

 

1969

 

Beginn der Bauarbeiten (geplante Kosten 6,4 Mio. D-Mark) für ein Altenzentrum an der Straße Im Kamp [111 Normalplätze, 35 Pflegeplätze, 16 Altenwohnungen]

   

Okt./Nov.:

Stiftung der Marie-Juchacz-Plakette.
   
  Gründung des AW Jugendwerk.

 

1971

Dezember:

Inbetriebnahme des Hauptgebäudes des Altenzentrums, Leiter: Ernst Wollstein.

 

 

 

1972

Frühjahr:

Fertigstellung des Personalhauses am Altenzentrum.

   
  Die bisherigen AW-Büroleiter Margarete Sabla und Erich Bengner ziehen sich aus der Geschäftsführung zurück; Hermann Klusmann wird Ortsvereinsvorsitzender.
   

Oktober:

Fertigstellung von acht Altenwohnungen und der Pflegestation im Altenzentrum »Im Kamp«.

 

1973

April:

Fertigstellung acht weiterer Altenwohnungen im Altenzentrum »Im Kamp«.

 
     
  Klaus-Peter Bachmann (22 Jahre alt), wird zum neuen Ortsvereinsvorsitzenden gewählt.
   
  Zuzugswelle deutschstämmiger Polen.
   

23.11.:

Wegen einer eingetretenen Wirtschaftsflaute wird ein allgemeiner Anwerbestopp von 'Gastarbeitern' verhängt. Das führt zu einer Nachzugswelle von Familienangehörigen aus der Türkei, Nordafrika (Tunesien) und Jugoslawien und wird zu einer gesellschaftlichen Herausforderung der Migration, der sich die Wolfenbütteler AW vor Ort aktiv annimmt
   
  Eine aktive Ortsvereinsarbeit bringt ein deutliches Anwachsen der Mitgliederzahl mit sich.  

 

 

1976

 

Im Ortsverein konstituiert sich ein Seniorenarbeitskreis.

 

 

1979

20.01.:

Für seine Verdienste um sein Engagement für die AW wird Hermann Klusmann (1901-1986) zum Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins Wolfenbüttel gewählt und erhält als äußeres Zeichen der Dankbarkeit einen gravierten Zinnteller überreicht

   

 

Anlässlich des 60jährigen Gründungsjubiläums der AW organisiert der Ortsverein Wolfenbüttel in der zweiten Jahreshälfte ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm:

14.07.:

      Ausflug für Vorstandsmitglieder nach Goslar.

21.07.:

      Ganztagesfahrt in den Harz.
   

 

Der Seniorenarbeitskreis des AW Ortsvereins und der Arbeitskreis SENIOREN von »Arbeit und Leben« bilden eine Kooperationsgemeinschaft.

   

28.07.:

      Familienausflug nach Höxter und Holzminden (Kooperationsprogramm der DB).

18.08.:

     Flohmarkt für Kinder und Jugendliche auf dem Schloßplatz.

08.09.:

      Tag der offenen Tür im AW-Zentrum »Im Kamp«.

29.08.:

     Wohltätigkeits-Fußballspiel zwischen einer „Auswahl ausländischer Arbeitnehmer“
    und einer Wolfenbütteler Prominentenmannschaft auf dem Sportplatz des WSV ’45.

   

11.10.:

    Modenschau für Senioren in der Lindenhalle.

   

08.11.:

     Podiumsgespräch zum Thema „Resozialisierung als Aufgabe des Strafvollzuges“
   

01.u.08.12.:

     Informations- und Verkaufsstand in der Fußgängerzone.
   

16.12.:

Jahresabschlussveranstaltung für AW-Mitglieder im Kaffeehaus.
   

18.12.:

Wohltätigkeitskonzert in der Lindenhalle mit dem Musikkorps des Bundesgrenzschutz und dem Spielmannszug Wolfenbüttel.

 

1980

 

Wegen wachsender Aufgaben im organisatorischen Bereich wird die Stelle eines hauptamtlichen Kreisgeschäftsführers eingerichtet.
Die Anstellung erhält Klaus-Peter Bachmann.

 
   

22.05.:

Gründung AW Ortsverein Sickte.
   

August:

Ein unter dem seinerzeitigen Ortsvereinsvorsitzenden Carl Brinckmeier initiierter »Arbeitskreis Strafvollzug« nimmt seine Arbeit auf.
Zusammen mit Inhaftierten der JVA werden Resozialisierungsmaßnahmen organisiert.

 

1981

01.07.:

Die Geschäftsstelle wird von der Lange Str. 13 in die Kanzleistraße 2 (vorm. Gewerkschaftshaus) verlegt.
Dem Ortsverein und dem Kreisverband stehen hier im 1. Stock auf 90 m² fünf Räume für die Verbandsarbeit zur Verfügung.

 

 

 

1982

08.04.:

Grundsteinlegung für eine Tages- und Begegnungsstätte »Im Kamp«.

 
     

September:

Gründung einer Arbeitsgruppe »Jugendarbeitslosigkeit« (Leitung Hartmut Pukas).  

 

 

1983

 

Hartmut Pukas übernimmt für den nach Braunschweig gewechselten K.-P. Bachmann die Stelle des Kreisgeschäftsführers.

 
   
  Einweihung der Begegnungsstätte »Im Kamp«.
   
  Kurzfristig spürbar bewirken die komfortablen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte eine Belebung der regionalen Verbandsarbeit (Aktivgruppen, Großveranstaltungen, ...)
   

Juni:

Gründung eines Fachausschuss 'Altenhilfe'; ihm gehören an: Pukas, Brinckmeier, Düe, ...
   

29.04.:

Gründung AW Ortsverein Heere.

06.05.:

Gründung AW Ortsverein Roklum.

18.05.:

Gründung AW Ortsverein Hornburg.

26.05.:

Gründung AW Ortsverein Flöthe.

 

 

 

1984

 

Die 'offene Jugendarbeit' des Ortsvereins mündet in der Gründung des ersten »Ortsjugendwerkes« im Bereich des Bezirksverbandes.

 

 

 

05.09.:

Gründung AW Ortsverein Heiningen.

 
     

1985

16.04.:

Gründung AW Ortsverein Cramme.

 

17.07.:

Gründung AW Ortsverein Wendessen.

 

25.10.:

Gründung AW Ortsverein Fümmelse.

 

29.11.:

Gründung AW Ortsverein Winnigstedt.

 

 

 

1987

 

Verabschiedung des Grundsatzprogramms "Humanitäres Handeln aus politischer Verantwortung".

 
     

04.06.:

Gründung AW Ortsverein Dahlum.

 

19.06.:

Gründung AW Ortsverein Baddeckestedt.

 

19.08.:

Gründung AW Ortsverein Denkte.

 

 

 

1989

09.11.:

Öffnung der innerdeutschen Grenze.

 

 

 

1990

 

Gemäß dem Bundesbeschluss (9./10.2.) der Arbeiterwohlfahrt, unterstützten der Wolfenbütteler Kreisverband und Ortsverein die Gründung von Ortsvereinen u.a. in Blankenburg und Quedlinburg.

   

Juli:

Das am 13.10.1989 gegründete Jugendwerk Wolfenbüttel (Vors. Carsten Büttcher) schließt sich der AW an.
   

03.10.:

Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten.
   

06.11.:

Gründung AW Ortsverein Adersheim
   

10.11.:

Die sich in den Neuen Bundesländern gegründeten Landes- und Bezirksverbände der Arbeiterwohlfahrt erklären ihren Beitritt zum Bundesverband.

 

1991

 

Der AW Bezirksausschuss regt den Aufbau einer zentralen Mitglieder- und Adressverwaltung an. Dadurch soll eine effizientere Mitgliederverwaltung, eine Optimierung der Mitgliederinformation sowie eine Entlastung der Ortsvereine von administrativen Aufgaben erreicht werden.

   

13.04.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins:
Festgestellt wird, dass der Ortsverein über 500 Mitglieder zählt. Zudem sind Ortsvereinsveranstaltungen (Sommerfest, Weinfest, Erntedankfest, ...) mit jeweils über 100 Teilnehmern sehr gut besucht.
   
  Der Ortsverein beteiligt sich an Aktionen zum Aufbau von AW Ortsvereinen in verschiedenen Städten in Sachsen-Anhalt.

 

1992

08.02.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins. Erschienen sind 62 Mitglieder und fünf Gäste.

 
     

12.03.:

Der sich neu konstituierende Vorstand berät über die Notwendigkeit von Sprachförderungsmaßnahmen für Asylbewerber.  

 

 

1993

Januar:

Zum 1. d.M. präsentiert sich die Arbeiterwohlfahrt in einem neuen Erscheinungsbild. In einer Verbandsmitteilung heißt es dazu u.a.: „Der veraltete Begriff Arbeiterwohlfahrt soll … mehr und mehr zugunsten des Markenzeichens AWO in den Hintergrund treten.“

   

13.03.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins; in einem Tagesordnungspunkt informiert ein Landkreismitarbeiter ausführlich über die Reform des „Rechts der Vormundschaft und Pflegschaft für Volljährige“ (Betreuungsgesetz).
   
  Der Ortsverein ermöglicht zwei Kindern die Teilnahme am diesjährigen Asselager, indem er die Kosten dafür übernimmt.
   
  Ein Videofilm des Vorstandsmitgliedes Jörg Hasselmann über die Arbeit der Ortsvereins-Aktivgruppen kommt mehrfach zur Vorführung.
   

Dezember:

Der Ortsverein beteiligt sich an der Ausrichtung einer Weihnachtsfeier im »Flüchtlingsheim in der Gneisenaukaserne«; die teilnehmenden Kinder erhalten ein kleines Präsent.

 

 

1994

 

Die AWO-Geschäftsstelle wird in Räumlichkeiten Im Kamp 3-6 verlegt.

 
     

16.04.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins; der ehemalige Nieders. Sozialminister Kurt Patzsch hält ein Referat zu „75 Jahre Arbeiterwohlfahrt“.

 
     

04.09.:

Mit einem „Seniorennachmittag“ in der Lindenhalle feiert die AWO Wolfenbüttel (Kreis und Ortsverein) das 75jährige Verbandsjubiläum. Das musikalische Begleitprogramm liefert der Kinderchor der Oper Leipzig.

 

 

 

1995

09.01.:

Es konstituiert sich ein Beirat für die Tages- und Begegnungsstätte Im Kamp. Der Beirat soll die Leiter der Aktivgruppen von organisatorischen Aufgaben entlasten und gegebenenfalls beratend unterstützen.

 
     

01.04.:

Mitgliederversammlung des AWO Ortsvereins.

 
     

Ostern:

Der Ortsverein beschenkt 66 Kinder im Flüchtlingsheim.

 
     

Oktober:

Der Ortsvereinsvorstand berät über eine Mitgliedschaft im Frauenschutzhaus.

 
     

Dezember:

Der Ortsverein stellt zu Weihnachten 250,- D-Mark für die Anschaffung von Spielsachen für Flüchtlingskinder und 150,- D-Mark für Inhaftierte der JVA zur Verfügung.

 

 

 

1996

09.03.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins, mit Vorstandswahlen.

 

 

 

1999

08.05.:

Das verdienstvolle AWO Mitglied Dora Fähland (1909-2000) wird auf einstimmigen Vorstandsbeschluss zum Ehrenmitglied des Ortsvereins ernannt.

 

2000

 

Die AWO bietet Sprachreisen für Jugendliche ab 13 Jahren an.

   

31.03.:

Die deutsch-türkische Frauengruppe „Merhaba“ veranstaltet zusammen mit der Ausländersozialberatungsstelle in der »Begegnungsstätte Im Kamp« eine „orientalische Nacht“.

   

08.04.:

AWO Kreiskonferenz.

   

August:

Mit Beginn des neuen Schuljahres bietet die AWO an der Grundschule am Geitelplatz eine Randstundenbetreuung an.

 

 

2001

Januar:

Die AWO richtet im Auftrag der Landkreisverwaltung eine Schuldnerberatungsstelle ein.

 
     

August:

Kinderflohmarkt auf dem Schlossplatz.  

 

 

2002

 

Die AWO-Geschäftsstelle wird in das Gewerkschaftshaus am Rosenwall 1 verlegt.

 
     

11.09.:

In der »Begegnungsstätte Im Kamp« findet eine Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Terroranschlag vom 11. September des Vorjahres in New York statt; daran beteiligen sich auch Vertreter der muslimischen Gemeinden.

 
     

Oktober:

Weinfest in der »Begegnungsstätte Im Kamp«.

 
     

14.10.:

Der Seniorenkreis des AWO Ortsvereins richtet im Forum ein Bingo-Spiel aus.

 

 

 

2003

01.05.:

Die AWO-Geschäftsstelle wird vom Rosenwall in den Kamp verlegt.

 

2004

 

Ilona Ciecior neue Kreisgeschäftsführerin.

 
     

Juli:

Die an einigen Schulen durchgeführte Randstundenbetreuung wird wegen veränderter Rahmenbedingungen eingestellt.  

 

 

2006

August:

Der Seniorenkreis des AWO Ortsvereins feiert sein 30jähriges Bestehen.

 

 

 

2007

 

Der AWO Ortsverein, der AWO Bezirks- und Kreisverband feiern „25 Jahre AWO-Begegnungsstätte, 30 Jahre AWO-Seniorentreff“.

 

 

 

2012

 

Zusammenschluss der Kreisverbände Wolfenbüttel und Salzgitter.

 
     

 

Die »Begegnungsstätte Im Kamp« wird nicht mehr bewirtschaftet.

 
     

 

Die Freiwilligenagentur (eine professionell arbeitende Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche) nutzt weiter einige der Räume, so dass der AWO Ortsverein als „Untermieter“ dort mit seinem Büro ansässig bleiben kann.

 

 

 

2013

 

Wegen geplanter Abrissarbeiten muss die »Begegnungsstätte Im Kamp« vollständig geräumt werden. Die Freiwilligenagentur zieht mit ihrer Verwaltung in Räume an der Kleinen Kirchstraße 3 und mietet für Projektgruppen einen ehemaligen Geschäftsraum in der Cranachstraße 83 (OT Linden).
Der AWO Ortsverein sichert sich als Untermieter die Mitnutzung der Räumlichkeiten.

 

 

 

2015

Februar:

Gründung einer Freizeitgruppe 'Line Dance'.

 
     

April:

Wegen eines Brandschadens kann das Büro in der Kleinen Kirchstraße nicht mehr genutzt werden. Der AWO Ortsvereinsvorstand beschließt, die Privatadresse des Ortsvereinsvorsitzenden zum Sitz des Ortsvereins zu erklären.

 
     

November:

Als eine regionale Reaktion auf die in diesem Jahr sich akut präsentierende Flüchtlingssituation und die damit einhergehende Integrationsproblematik, beginnt der AWO Kreisverband in der Auguststadt (Geschäftsräume eines vormaligen Raumausstatters - ganz ursprünglich KONSUM-Verkaufsstelle) mit der Einrichtung einer Begegnungsstätte.

 

 

 

2016

05.02.:

Eröffnung der Begegnungsstätte SALAWO in der Auguststadt. Der Name ist eine Zusammensetzung aus dem dem Esperanto entlehnten 'SAL' für Hallo und dem Akronym AWO.

 
     

13.02.:

Mitgliederversammlung des AWO Ortsvereins mit Vorstandswahlen.

   

02.03.:

Auf der konstituierenden Vorstandssitzung wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Geschichte des Ortsvereins aufarbeiten soll.

   

 

Das Wohn- und Pflegeheim Im Kamp bietet für Heimbewohner eine Wassergymnastik an. Der Ortsvereinsvorstand beschließt, sich daran zu beteiligen und so das Aktivprogramm für seine Mitglieder zu erweitern.

     

 

Der Ortsvereinsvorstand stellt wieder ein Jahresprogramm (Spargelessen, Braunkohlessen, Brunch, Weihnachtsfeier, ...) auf, das der „Mitgliederpflege“ dienen soll. Zudem wird es Beteiligungen an diversen Veranstaltungen (Sommerfest Im Kamp und der KiTa Okerknirpse, Jubilar Ehrungen, ...) geben.

 
     

09.04.:

AWO-Kreisdelegiertenkonferenz in Salzgitter-Thiede.

 
     

11.04.:

Beginn der Abrissarbeiten der »AWO-Begegnungsstätte Im Kamp«.

 
     

29.06.:

Grundsteinlegung für den Neubau des AWO-Wohn- und Pflegeheims Im Kamp.

 

 

 

2017

 

Der Ortsverein tritt dem Verein »AWO International« bei.

25.03.:

Mitgliederversammlung des Ortsvereins.

 
     

27.05.:

Die Geschichtsarbeitsgruppe veranstaltet im »Wohnheim Im Kamp« ein „Erinnerungskaffee“ mit dem Ziel, von den Teilnehmern geschichtlich relevante Daten zur Arbeiterwohlfahrt abzuschöpfen.

   

01.09.:

Nachdem die Freiwilligenagentur das Mietverhältnis für den ehemaligen Geschäftsraum in der Cranachstraße 83 gekündigt hat, tritt der AWO Ortsverein als Nachmieter ein und nutzt den nun als »Treff C83« bezeichneten Raum mit seinen Aktivgruppen und für Ortsvereinsveranstaltungen.

 

2018

24.03.:

Mitgliederversammlung des AWO Ortsvereins.

   

18.08.:

Die Seniorengruppe des AWO Ortsvereins und Bewohner des Wohnheims Im Kamp präsentieren anlässlich des Stadtjubiläums auf der Festbühne im Seeliger Park „Tänze im Sitzen“.

   

19.08.:

Die Stadt Wolfenbüttel feiert ihr 900jähriges Jubiläum mit einem historischen Festumzug. Der AWO Ortsverein beteiligt sich daran mit drei Motivgruppen:
  a) „Kinderferienausflüge“, dargestellt von der KiTa Okerknirpse,
  b) der Ortsverein mit einem landw. Anhänger, auf dem eine Nähstube und eine Skatgruppe dargestellt sind,
  c) das Wohnheim Im Kamp mit Rollstuhl-Breakdancern.

   

November:

Im neu herausgegebenen Heimatbuch 2019 des Landkreises Wolfenbüttel ist ein Beitrag zur AWO Ortsvereinsgeschichte enthalten, der von der Geschichtsarbeitsgruppe erarbeitet wurde.

 

2019

 

Die AWO feiert ihr 100jähriges Jubiläum. Der Ortsverein Wolfenbüttel begeht das 95. Jahr seiner Gründung mit zahlreichen Veranstaltungen und Präsentationen in der Öffentlichkeit:

Januar:

     Präsentation der Broschüre »95 Jahre AWO Ortsverein Wolfenbüttel«.
         

01.06.:

     Info-Stand in der Fußgängerzone.  

22.06.:

     Beteiligung am "Tag der AWO" (Bezirksverband) in Braunschweig.  

06.07.:

     Info-Stand in der Fußgängerzone.

16.-31.08.:

     Ausstellung zur AWO- und Ortsvereinsgeschichte im Schloss Wolfenbüttel.   

17.08.:

     Info-Stand in der Fußgängerzone.   

24.08.:

     Beteiligung am Stadtteilfest Auguststadt.  

07.09.:

     Info-Stand in der Fußgängerzone.   

10.09.:

     Vortrag im Rathaus Wolfenbüttel (Referenten Rudolf G. A. Fricke und Klaus-Peter Bachmann)
    
 zur AWO Geschichte.
 

01.10.:

     Benefizkonzert mit dem Bundespolizeiorchester Hannover in der St-Trinitatiskirche 

 

 

2020

dd.mm.:

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